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24.07.2012
16:52

Nahrungsmittel-Intoleranzen Modediagnose?

Bild.de stellt heute die Frage, ob es sich bei den Nahrungsmittel-Intoleranzen um Modediagnosen handelt.  Wir finden ein fundierter Artikel, der darauf hinweist, was die Unterschiede einer Nahrungsmittelallergie und einer Unverträglichkeit sind und der betont, wie wichtig die Diagnose durch einen Arzt ist. „Nicht ratsam ist es, selbst eine Diagnose zu stellen und sich ohne Rücksprache mit einem Arzt strenge Diäten aufzuerlegen“, wird in dem Beitrag Prof. Michael Wolzt, Facharzt für Innere Medizin an der Universität Wien, zitiert. Hilfreich sei es jedoch, ein Protokoll zu erstellen, in das genau eingetragen wird, was zu welcher Zeit gegessen wurde, und welche Beschwerden, wann aufgetreten sind.

Dr. Jörg Kleine-Tebbe vom Allergie- und Asthmabund (DAAB) weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass die Symptome einer Nahrungsmittel-Intoleranz eben auch leicht mit denen eines Reizdarm-Syndroms verwechselt werden können.

Was die Frage nach der „Mode-Diagnose“ angeht, so bewertet Kleine-Tebbe dies ähnlich wie die Ernährungsberaterin Joyceline Reich-Soufflet in einem Interview auf fruktosecoach.de: Die Menschen sind heute aufmerksamer und bewusster im Umgang mit ihrem Körper und interessieren sich zu großen Teilen mehr dafür, was sie essen.

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30.05.2012
16:10

Studie: Laktose oder Fruktose für wiederkehrende Unterbauchschmerzen bei Kindern verantwortlich?

In der medizinischen Fachzeitschrift „Acta Paediatrica“ wurde aktuell eine niederländische Studie zur Laktose- und Fruktosemalabsorption bei Kindern veröffentlicht. Es ging den Wissenschaftlern um die Frage, ob wiederkehrende Unterbauchschmerzen bei Kindern mit einer Unverträglichkeit von Laktose und Fruktose zusammenhängen.

Ihr Ergebnis: Es kann nicht allgemein geschlussfolgert werden, dass die Beschwerden der Kinder auf eine Unverträglichkeit zurückgehen. Die Wissenschaftler empfehlen jedoch, andauernde Symptome einer Unverträglichkeit ernst zu nehmen. Sie könnten eine laktose- und fruktosereduzierte Ernährung rechtfertigen, mit wiederholten Phasen, in denen Laktose und Fruktose zum Austesten wieder zum Speiseplan dazugehört.

Die Wissenschaftler führten bei 220 Kindern mit regelmäßigen Unterbauchsymptomen ein H2-Atemtest mit Laktose und Fruktose durch. 128 der Kinder waren Mädchen, 92 Jungen. Sie waren im Durchschnitt 8,8 Jahre alt. Der H2-Atemtest wurde ab > 30 ppm Wasserstoff im Atem als abnorm gewertet. Einen kausalen Zusammenhang zwischen den Beschwerden der Kinder und einer Malabsorption sahen die Wissenschaftler dann bestätigt, wenn die Beschwerden ohne Laktose/Fruktose weggingen, mit Laktose/Fruktose wieder einsetzten und wieder weggingen, wenn beides erneut aus dem Speiseplan gestrichen wurde und die Kinder über sechs Monate keine Unterbauchschmerzen hatten. Um ganz sicher zu gehen, führten die Wissenschaftler eine doppelblinde placebokontrollierte Studie durch.

Eine Laktosemalabsorption wurde bei 57 von 210 Kindern festgestellt, eine Fruktosemalabsorption bei 79 von 121 Kindern. Die Schmerzen gingen bei 24 von 38 Kindern mit Laktosemalabsorption und 32 von 49 Kindern mit Fruktosemalabsorption mit einer Eliminierungsdiät weg. Auf die offene Gabe von Laktose reagierten 7 von 23 Kindern und von Fruktose 13 von 31 Kindern mit Beschwerden.  Wussten die Kinder nicht, dass sie Laktose oder Fruktose aßen, reagierten 6 von 7 mit Beschwerden.  8 von 13 Kindern hatten keine Beschwerden.

Quelle: Frieling T, et al. 2011. Fructose malabsorption: how much fructose can a healthy subject tolerate? Digestion. 2011;84(4):269-72. Epub 2011 Sep 24.

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18.05.2012
09:00

Studie: Einsatz von Traubenzucker bei Fruktosemalabsorption

Wir unterstützen gerne neue Studien im Zusammenhang mit der Fruchtzuckerunverträglichkeit. Deshalb möchten wir an der Stelle auf einen wissenschaftlichen Fragebogen einer Studentin des Studiengangs für Diätologie an der Fachhochschule für Gesundheit in Innsbruck, Österreich hinweisen.

Dieser ist hier erreichbar.

Personen mit Fruktosemalabsorption werden gebeten, über Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen im Umgang mit Traubenzucker zu berichten. Die Befragung dauert ca. fünf Minuten und erfolgt anonym. Die Studentin sagt, dass sie die Daten ausschließlich für die Bachelorarbeit verwendet.

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26.04.2012
17:12

Fruktosearm, gesund und lecker: Rharbarber

Von April bis Johanni am 24. Juni ist Rharbarberzeit. Die sollte man wirklich nutzen. Denn Rharbarber ist fruktosearm (0,39 g/100 g) und dazu noch gesund, sehr lecker und vielseitig zu genießen.

Interessant ist, Rharbarber ist botanisch kein Obst sondern ein Gemüse. Es gehört zu den Knöterichgewächsen (Polygonaceae). Von den Wurzeln (Rhizom) wachsen die fleischigen Stiele, die uns so gut schmecken, und die großen Blätter, die jedoch ungenießbar sind.

Rharbarber ist eine alte Heil- und Gemüsepflanze, die bereits 3.000 vor Christi in einem Kräuterbuch erwähnt wurde. In Mitteleuropa ist das Genüse seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Die Pflanze gilt als robust und einfach zu kultivieren. Viele Hobbygärtner haben Rharbarberstauden in Ihrem Garten.

Die Rhabarberstiele sind nur gegart zu genießen. Sie lassen sich hervorragend zu Kompott, Marmelade oder als Kuchenbelag verwenden. Beim Einkaufen sollte der Rharbarber glänzend und fest sein. Dann ist er frisch. Rotstielige Sorten sind weniger sauer und enthalten weniger Oxalsäure. Für Gesunde ist die enthaltene Oxalsäure-Menge jedoch kein Problem. Wer z. B. ein Eisenpräparat nimmt sollte sich Zeit lassen, bis der Rhabarber auf dem Speiseplan ist, denn die Oxalsäure kann die Aufnahme des Eisens beeinträchtigen. 

Rharbarber lässt sich nach dem Einkauf in einem feuchten Tuch eingewickelt mehrere Tage im Kühlschrank frisch halten.

Lecker sind unser Rharbarber-Hefekuchen, die Rharbarberwähe und das Rharbarberkompott.

Guten Appetit!!

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau

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20.04.2012
15:23

Foodwatch-Aktion: Zucker in Kinderlebensmitteln

Frühstücks-Cerealien, Eiscreme oder andere Süßigkeiten enthalten oft viel Zucker und Fruchtzucker und werden gleichzeitig von den Herstellern aggressiv für Kinder vermarktet. Foodwach hat diese Woche in einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Nestlé Deutschland AG darauf hingewiesen, dass der Konzern damit seinen eigenen Grundsätzen nicht entspreche. Es gebe bei Nestlé „strenge Auflagen“ für die Bewerbung der Produkte bei Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren, die hier jedoch offenbar keine Anwendung fänden.

Nestlé antwortete prompt in einem Schreiben an Foodwatch, in dem der Konzern auf die Verantwortung der Eltern in Ernährungsfragen hinweist. "Die Entscheidung, wie häufig Süßigkeiten von Kindern verzehrt werden, liegt bei den Erziehungsberechtigten", wird Nestlé-Vorstand Berssenbrügge zitiert. Außerdem schmecke das Frühstück oftmals erst dann gut, wenn Zucker enthalten sei. Man würde aber daran arbeiten, den Zuckergehalt der Produkte zu reduzieren.

Da Experten davon ausgehen, dass die Entstehung einer Fruktosemalabsorption u. a. der regelmäßige Verzehr von Fast Food, Fertiggerichten, Süßspeisen und Fruchtsäften begünstigt werden kann, finden wir das Engagement von Foodwatch begrüßenswert. Foodwatch stellt auf seinem Portal auch Informationen über den Zuckergehalt von verschiedenen Kinder-Produkten zur Verfügung. Wenn es in der Bewertung von Foodwatch heißt, dass viel Obst gegessen werden soll, berücksichtigt das natürlich keine Fruchtzuckerunverträglichkeit. Und wer Kinder hat, die Probleme mit Fruchtzucker haben, wird ohnehin besser auf Fertigprodukte verzichten. Für diejenigen, die selbst bertoffen sind und bei ihren Kindern vorsorgen wollen, für die ist die Übersicht allemal interessant.

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