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30.05.2012
16:10

Studie: Laktose oder Fruktose für wiederkehrende Unterbauchschmerzen bei Kindern verantwortlich?

In der medizinischen Fachzeitschrift „Acta Paediatrica“ wurde aktuell eine niederländische Studie zur Laktose- und Fruktosemalabsorption bei Kindern veröffentlicht. Es ging den Wissenschaftlern um die Frage, ob wiederkehrende Unterbauchschmerzen bei Kindern mit einer Unverträglichkeit von Laktose und Fruktose zusammenhängen.

Ihr Ergebnis: Es kann nicht allgemein geschlussfolgert werden, dass die Beschwerden der Kinder auf eine Unverträglichkeit zurückgehen. Die Wissenschaftler empfehlen jedoch, andauernde Symptome einer Unverträglichkeit ernst zu nehmen. Sie könnten eine laktose- und fruktosereduzierte Ernährung rechtfertigen, mit wiederholten Phasen, in denen Laktose und Fruktose zum Austesten wieder zum Speiseplan dazugehört.

Die Wissenschaftler führten bei 220 Kindern mit regelmäßigen Unterbauchsymptomen ein H2-Atemtest mit Laktose und Fruktose durch. 128 der Kinder waren Mädchen, 92 Jungen. Sie waren im Durchschnitt 8,8 Jahre alt. Der H2-Atemtest wurde ab > 30 ppm Wasserstoff im Atem als abnorm gewertet. Einen kausalen Zusammenhang zwischen den Beschwerden der Kinder und einer Malabsorption sahen die Wissenschaftler dann bestätigt, wenn die Beschwerden ohne Laktose/Fruktose weggingen, mit Laktose/Fruktose wieder einsetzten und wieder weggingen, wenn beides erneut aus dem Speiseplan gestrichen wurde und die Kinder über sechs Monate keine Unterbauchschmerzen hatten. Um ganz sicher zu gehen, führten die Wissenschaftler eine doppelblinde placebokontrollierte Studie durch.

Eine Laktosemalabsorption wurde bei 57 von 210 Kindern festgestellt, eine Fruktosemalabsorption bei 79 von 121 Kindern. Die Schmerzen gingen bei 24 von 38 Kindern mit Laktosemalabsorption und 32 von 49 Kindern mit Fruktosemalabsorption mit einer Eliminierungsdiät weg. Auf die offene Gabe von Laktose reagierten 7 von 23 Kindern und von Fruktose 13 von 31 Kindern mit Beschwerden.  Wussten die Kinder nicht, dass sie Laktose oder Fruktose aßen, reagierten 6 von 7 mit Beschwerden.  8 von 13 Kindern hatten keine Beschwerden.

Quelle: Frieling T, et al. 2011. Fructose malabsorption: how much fructose can a healthy subject tolerate? Digestion. 2011;84(4):269-72. Epub 2011 Sep 24.

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18.05.2012
09:00

Studie: Einsatz von Traubenzucker bei Fruktosemalabsorption

Wir unterstützen gerne neue Studien im Zusammenhang mit der Fruchtzuckerunverträglichkeit. Deshalb möchten wir an der Stelle auf einen wissenschaftlichen Fragebogen einer Studentin des Studiengangs für Diätologie an der Fachhochschule für Gesundheit in Innsbruck, Österreich hinweisen.

Dieser ist hier erreichbar.

Personen mit Fruktosemalabsorption werden gebeten, über Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen im Umgang mit Traubenzucker zu berichten. Die Befragung dauert ca. fünf Minuten und erfolgt anonym. Die Studentin sagt, dass sie die Daten ausschließlich für die Bachelorarbeit verwendet.

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15.05.2012
11:30

Studie: Fruktosemalabsorption bei Kindern mit rezidivierenden Bauchschmerzen: positive Effekte der Diät

In der Fachzeitschrift „Klinische Pädiatrie“ wurde Anfang dieses Jahr eine Studie zur Fruktosemalabsorption bei Kindern veröffentlicht.

Mediziner des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin an der Universität Witten/Herdecke, HELIOS Klinikum Wuppertal und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Universität Bochum ging es dabei um die Frage, wie sich eine fruktosereduzierte Ernährung bei Kindern auswirkt, bei denen mittels eines Fruktose-H2-Atemtest eine Malabsorption festgestellt wurde, die immer wieder über Bauchschmerzen klagten, ansonsten jedoch gesund sind.

Im Rahmen der Untersuchung, bekamen 75 Kinder zwischen drei und 14 Jahren vier Wochen eine fruktosereduzierte Diät. Es zeigte sich, dass die wöchentliche Bauchschmerzfrequenz und die Schmerzintensität zurückgingen, wenn die Kinder fruktosearm ernährt wurden. Außerdem haben sich die tägliche Stuhlfrequenz, Übelkeit, Einschlafstörungen und Schulfehltage signifikant gebessert, wie es heißt.

Quelle: Thieme Verlag Online 

 

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09.05.2012
11:03

Tipp: Wildkräuter aus dem eigenen Garten oder in der Natur gesammelt

Die Natur hat viel zu bieten und die Pflanzen, die manch ein Hobbygärtner mit Unkrautvernichter bekämpft, sind eigentlich eine Köstlichkeit und reich an Vitamin C, Beta-Carotin (Pro-Vitamin A) und Mineralstoffen. Außerdem enthalten die Wildkräuter wichtige ätherische Bitterstoffe, die heute in den meisten Gemüse-Sorten, die wir im Supermarkt kaufen, weggezüchtet sind. Sie fördern die Verdauung und regen den  Stoffwechsel an. Löwenzahnsalat oder Brennnesselspinat kennt manch einer noch aus Großmutters Küche und Bärlauch hat in den letzten Jahren einen richtigen Boom erlebt, aber auch Giersch, Knoblauchrauke, Sauerampfer oder Rotklee können verzehrt werden und machen manch eine Speise schmackhaft und gesund.

Brennnessel:

Die Brennnessel ist einer der vitamin- und mineralstoffreichsten Wildgemüsearten, die es gibt. 100 g enthalten 333,00 mg Vitamin C und 7,08 mg Eisen. Im Vergleich dazu haben 100 g Kopfsalat nur 13,00 mg Vitamin C und 1,10 mg Eisen. Im Frühling kann die junge Pflanze geerntet werden, später sollten nur die oberen Spitzen verwendet werden. Brennnesseln lassen sich als Gemüse (wie Spinat), Suppe, Gemüsefüllung, in Brotteig oder in Aufläufen verwenden.  

Löwenzahn:

Die Milch des Löwenzahns hinterlässt schwarze Flecken auf der Haut. Dennoch, die Pflanze ist nicht giftig. Die enthaltenen Bitterstoffe regen vielmehr die Nieren- und Lebertätigkeit an und unterstützten den Stoffwechsel. Die Wurzel lässt sich im Frühling und Herbst ernten, die Blätter von Februar bis Mai. Außerdem lassen sich die Blüten in Salaten, Gemüse, Gelee und Likör verwenden. Kultivierte Löwenzahnblätter lassen sich heute in gut sortierten Gemüseläden oder auf dem Wochenmarkt kaufen.

Sauerampfer:

Der Sauerampfer zählt heute noch zu den bekanntesten Wildgemüsearten. Schon zu Goethes Zeiten und bis heute, ist der Sauerampfer wichtiger Bestandteil der „Frankfurter Grünen Soße“ und wird gerne in der Sterneküche eingesetzt. Die Blätter und jungen Blütenstände sind schmackhaft in Salaten, Eierspeisen, Suppen, Quark, Aufläufen oder Kräuterbutter. Sauerampfer enthält ebenfalls reichlich Vitamin C und Mineralstoffe. Es empfiehlt sich den Sauerampfer mit Milchprodukten zu verarbeiten, da diese die enthaltene Oxalsäure neutralisiert.

Brennnessel, Löwenzahn und Sauerampfer kennen die meisten schon aus Kindertagen. Sie lassen sich leicht erkennen. Um darüber hinaus genießbare Wildkräuter zu unterscheiden, sind jedoch botanische Kenntnisse erforderlich. Für Interessierte gibt es Kräuterwanderungen und Seminare, in denen das fachkundliche Wissen vermittelt wird. Auch Bücher, mit Abbildungen der Pflanzen helfen weiter. Wichtig ist, dass die Wildkräuter nicht an befahrenen Straßen oder Waldwegen gesammelt werden, an denen Hunde laufen. Der eigene ungespritzte Garten eignet sich am besten für die Ernte. Bei regelmäßigem Schnitt wachsen die Kräuter nach. Sie sollten morgens früh geerntet und schnell verarbeitet werden, denn dann enthalten Sie die meisten Nährstoffe.

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26.04.2012
17:12

Fruktosearm, gesund und lecker: Rharbarber

Von April bis Johanni am 24. Juni ist Rharbarberzeit. Die sollte man wirklich nutzen. Denn Rharbarber ist fruktosearm (0,39 g/100 g) und dazu noch gesund, sehr lecker und vielseitig zu genießen.

Interessant ist, Rharbarber ist botanisch kein Obst sondern ein Gemüse. Es gehört zu den Knöterichgewächsen (Polygonaceae). Von den Wurzeln (Rhizom) wachsen die fleischigen Stiele, die uns so gut schmecken, und die großen Blätter, die jedoch ungenießbar sind.

Rharbarber ist eine alte Heil- und Gemüsepflanze, die bereits 3.000 vor Christi in einem Kräuterbuch erwähnt wurde. In Mitteleuropa ist das Genüse seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Die Pflanze gilt als robust und einfach zu kultivieren. Viele Hobbygärtner haben Rharbarberstauden in Ihrem Garten.

Die Rhabarberstiele sind nur gegart zu genießen. Sie lassen sich hervorragend zu Kompott, Marmelade oder als Kuchenbelag verwenden. Beim Einkaufen sollte der Rharbarber glänzend und fest sein. Dann ist er frisch. Rotstielige Sorten sind weniger sauer und enthalten weniger Oxalsäure. Für Gesunde ist die enthaltene Oxalsäure-Menge jedoch kein Problem. Wer z. B. ein Eisenpräparat nimmt sollte sich Zeit lassen, bis der Rhabarber auf dem Speiseplan ist, denn die Oxalsäure kann die Aufnahme des Eisens beeinträchtigen. 

Rharbarber lässt sich nach dem Einkauf in einem feuchten Tuch eingewickelt mehrere Tage im Kühlschrank frisch halten.

Lecker sind unser Rharbarber-Hefekuchen, die Rharbarberwähe und das Rharbarberkompott.

Guten Appetit!!

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau

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