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09.05.2012
11:03

Tipp: Wildkräuter aus dem eigenen Garten oder in der Natur gesammelt

Die Natur hat viel zu bieten und die Pflanzen, die manch ein Hobbygärtner mit Unkrautvernichter bekämpft, sind eigentlich eine Köstlichkeit und reich an Vitamin C, Beta-Carotin (Pro-Vitamin A) und Mineralstoffen. Außerdem enthalten die Wildkräuter wichtige ätherische Bitterstoffe, die heute in den meisten Gemüse-Sorten, die wir im Supermarkt kaufen, weggezüchtet sind. Sie fördern die Verdauung und regen den  Stoffwechsel an. Löwenzahnsalat oder Brennnesselspinat kennt manch einer noch aus Großmutters Küche und Bärlauch hat in den letzten Jahren einen richtigen Boom erlebt, aber auch Giersch, Knoblauchrauke, Sauerampfer oder Rotklee können verzehrt werden und machen manch eine Speise schmackhaft und gesund.

Brennnessel:

Die Brennnessel ist einer der vitamin- und mineralstoffreichsten Wildgemüsearten, die es gibt. 100 g enthalten 333,00 mg Vitamin C und 7,08 mg Eisen. Im Vergleich dazu haben 100 g Kopfsalat nur 13,00 mg Vitamin C und 1,10 mg Eisen. Im Frühling kann die junge Pflanze geerntet werden, später sollten nur die oberen Spitzen verwendet werden. Brennnesseln lassen sich als Gemüse (wie Spinat), Suppe, Gemüsefüllung, in Brotteig oder in Aufläufen verwenden.  

Löwenzahn:

Die Milch des Löwenzahns hinterlässt schwarze Flecken auf der Haut. Dennoch, die Pflanze ist nicht giftig. Die enthaltenen Bitterstoffe regen vielmehr die Nieren- und Lebertätigkeit an und unterstützten den Stoffwechsel. Die Wurzel lässt sich im Frühling und Herbst ernten, die Blätter von Februar bis Mai. Außerdem lassen sich die Blüten in Salaten, Gemüse, Gelee und Likör verwenden. Kultivierte Löwenzahnblätter lassen sich heute in gut sortierten Gemüseläden oder auf dem Wochenmarkt kaufen.

Sauerampfer:

Der Sauerampfer zählt heute noch zu den bekanntesten Wildgemüsearten. Schon zu Goethes Zeiten und bis heute, ist der Sauerampfer wichtiger Bestandteil der „Frankfurter Grünen Soße“ und wird gerne in der Sterneküche eingesetzt. Die Blätter und jungen Blütenstände sind schmackhaft in Salaten, Eierspeisen, Suppen, Quark, Aufläufen oder Kräuterbutter. Sauerampfer enthält ebenfalls reichlich Vitamin C und Mineralstoffe. Es empfiehlt sich den Sauerampfer mit Milchprodukten zu verarbeiten, da diese die enthaltene Oxalsäure neutralisiert.

Brennnessel, Löwenzahn und Sauerampfer kennen die meisten schon aus Kindertagen. Sie lassen sich leicht erkennen. Um darüber hinaus genießbare Wildkräuter zu unterscheiden, sind jedoch botanische Kenntnisse erforderlich. Für Interessierte gibt es Kräuterwanderungen und Seminare, in denen das fachkundliche Wissen vermittelt wird. Auch Bücher, mit Abbildungen der Pflanzen helfen weiter. Wichtig ist, dass die Wildkräuter nicht an befahrenen Straßen oder Waldwegen gesammelt werden, an denen Hunde laufen. Der eigene ungespritzte Garten eignet sich am besten für die Ernte. Bei regelmäßigem Schnitt wachsen die Kräuter nach. Sie sollten morgens früh geerntet und schnell verarbeitet werden, denn dann enthalten Sie die meisten Nährstoffe.

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26.04.2012
17:12

Fruktosearm, gesund und lecker: Rharbarber

Von April bis Johanni am 24. Juni ist Rharbarberzeit. Die sollte man wirklich nutzen. Denn Rharbarber ist fruktosearm (0,39 g/100 g) und dazu noch gesund, sehr lecker und vielseitig zu genießen.

Interessant ist, Rharbarber ist botanisch kein Obst sondern ein Gemüse. Es gehört zu den Knöterichgewächsen (Polygonaceae). Von den Wurzeln (Rhizom) wachsen die fleischigen Stiele, die uns so gut schmecken, und die großen Blätter, die jedoch ungenießbar sind.

Rharbarber ist eine alte Heil- und Gemüsepflanze, die bereits 3.000 vor Christi in einem Kräuterbuch erwähnt wurde. In Mitteleuropa ist das Genüse seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Die Pflanze gilt als robust und einfach zu kultivieren. Viele Hobbygärtner haben Rharbarberstauden in Ihrem Garten.

Die Rhabarberstiele sind nur gegart zu genießen. Sie lassen sich hervorragend zu Kompott, Marmelade oder als Kuchenbelag verwenden. Beim Einkaufen sollte der Rharbarber glänzend und fest sein. Dann ist er frisch. Rotstielige Sorten sind weniger sauer und enthalten weniger Oxalsäure. Für Gesunde ist die enthaltene Oxalsäure-Menge jedoch kein Problem. Wer z. B. ein Eisenpräparat nimmt sollte sich Zeit lassen, bis der Rhabarber auf dem Speiseplan ist, denn die Oxalsäure kann die Aufnahme des Eisens beeinträchtigen. 

Rharbarber lässt sich nach dem Einkauf in einem feuchten Tuch eingewickelt mehrere Tage im Kühlschrank frisch halten.

Lecker sind unser Rharbarber-Hefekuchen, die Rharbarberwähe und das Rharbarberkompott.

Guten Appetit!!

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau

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