"Fruktosearme Lebensmittel schnell zu finden"

"Fruktosearme Lebensmittel schnell zu finden"

"Fruktosearme Lebensmittel schnell zu finden"

Interview mit Philipp Heidrich, Gründer und Geschäftsführer des Onlineshops allergiefreiessen.de.

Herr Heidrich, es gibt bereits verschiedene Anbieter, die Lebensmittel für Allergiker und Menschen mit Unverträglichkeiten online vertreiben. Was war für Sie der Anlass mit einem weiteren Portal zu starten?

In unserer Familie gibt es einige „Multiallergiker“, für die unterschiedlichste Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln unverträglich sind. Einkaufen wird dann jedesmal zu einem sehr ausgedehnten Event, da man Stunden vor den Regalen verbringt und die Zutatenliste lesen muss. Im Onlinebereich gibt es einige Shops, die zumindest schon einmal die Hauptallergenfilter als Einkaufshilfe anbieten, aber für Multiallergiker nicht in ausreichendem Maße. Darum haben wir uns dazu entschlossen einen Onlineshop zu gründen, in dem alle Produkte über unseren Filter auf alle Inhaltsstoffe geprüft werden. Dies ist bis jetzt in Deutschland einzigartig.

Wie unterscheidet sich das Einkaufsverhalten von jemandem mit Allergien / Unverträglichkeiten zu „Normal-Einkäufern“?

Dies ist sehr unterschiedlich. Es gibt die erfahrenen Einkäufer, die genau wissen, was sie wollen und essen dürfen. Dann läuft die Bestellung routiniert ab – die Warenkörbe sind dann schnell mal über 80 EURO. Personen, die die Diagnose einer Unverträglichkeit relativ frisch bekommen haben, sind noch unsicher. Gerade in unserem Lagerverkauf sind unsere Kunden sehr froh, jemanden zu haben, der ihre Probleme bereits gut kennt und entsprechende Tipps und Empfehlungen geben kann. Grundsätzlich gilt, dass Personen mit Nahrungsmittelintoleranzen nicht so stark auf den Preis schauen, sondern zuerst nach ihren Bedürfnissen einkaufen und dann erst nach dem Preis.

Kann man sagen, dass Betroffene ihre Lebensmittel eher online einkaufen und wenn ja, woran liegt das?

Angebote für Allergiker sind heutzutage noch nicht so verbreitet, wie dies in anderen Ländern der Fall ist. In Deutschland ist das Angebot eher rar. Der Gang ins Reformhaus bleibt wenigen erspart. Die Mitarbeiter dort sind oft überfordert und die Preise teuer.

Das Internet wird deshalb zunehmend zum Einkauf genutzt. Der klare Vorteil liegt in der Angebots- und Preisvielfalt, den zusätzlichen Serviceangeboten (Filter etc.) und den Informationsmöglichkeiten. Ob Betroffene ihre Lebensmittel wirklich bevorzugt online einkaufen, können wir nicht sagen. Aber da der Online-Versandhandel einer der zunehmenden Märkte ist, gehen wir davon aus, dass das Internet eine immer wichtigere Rolle auch in der speziellen Nahrungsmittelbeschaffung darstellt.

Grundsätzlich wollen wir das Angebot aber auf haltbare Grundnahrungsmittel beschränken. Wir empfehlen unseren Kunden immer, Frisch- oder Tiefkühlwaren im regulären Handel einzukaufen, da diese Produkte nicht im Paket über mehrere Tage verschickt werden sollten.

Glutenfreie oder laktosefreie Lebensmittel sind im Supermarkt oder Reformhaus in der Regel deutlich teurer. Da kostet ein Paket Maisnudeln nicht 1,69 Cent pro 500gr. wie bei allergiefreiessen.de sondern z. B. 2,65 Euro. Wie ist das Preisgefüge im Onlinehandel?

Das Preisgefüge ist im Internet ganz unterschiedlich. Die Preisempfehlungen der bekannten Hersteller und Großhändler werden in der Regel eingehalten, damit sind die Produkte meist genauso teuer wie im Ladengeschäft. Auch wir haben teure Lebensmittel mit oder ohne Bio-Qualität. Aber die Betroffenen können oder wollen sich nicht immer die teuren Lebensmittel kaufen. Deshalb haben wir uns auch auf die Suche nach preisgünstigeren Alternativen umgesehen. Wir bieten auch für den kleineren Geldbeutel sehr viel Auswahl. Einige unserer qualitativ besten Produkte sind gleichzeitig auch die günstigsten und unterscheiden sich preislich teilweise beträchtlich zu dem was es im Reformhaus gibt.

Unserer Erfahrung nach ist das Thema Fruktosemalabsorption längst noch nicht so bekannt wie bspw. die Laktoseintoleranz oder Zöliakie. Sie haben in Ihrem Detaillfilter auch eine Suchfunktion für fruchtzuckerfreie/ bzw. -arme Lebensmittel. Wie kommt es, dass Sie das Thema auch „auf dem Schirm haben“? Und können Sie sagen, wie groß der Anteil der Nachfragen nach diesen Produkten auf Ihrer Seite ist?

Die Zahl unserer Kunden, die an Fruktoseunverträglichkeit leiden, liegt noch vor den Zöliakiebetroffenen. Meist in der Kombination mit Laktoseintoleranz. Die Statistiken sagen auch, dass 25% der Gesamtbevölkerung Probleme mit Fruktose hat. Es ist aber auch ein sehr schwieriges Thema, da die Toleranzgrenzen bei jedem individuell sind. Es geht von Personen die lediglich Trockenfrüchte wie Rosinen oder Datteln vermeiden sollten, bis hin zur totalen Unverträglichkeit inkl. Tomaten, Zwiebeln oder Kohl. Unser Rat ist dann immer, zuvor mit einem Ernährungsexperten zu klären, welcher Grad der Unverträglichkeit existiert und dann mit unserem Detailfilter die entsprechenden Zucker, Obst und Gemüsesorten auszuschließen.

Mehr Infos unter: www.allergiefreiessen.de

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