Der Darm

Der Darm - das größte Organ des Menschen

Blähungen, Durchfall, Bauchweh – Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten kennen diese Symptome meist und wissen, wie sie ihre Lebensqualität einschränken können. Das ist auch der Grund, warum sie meist für ihre Darmgesundheit sensibilisiert sind.  

Aber, wie funktioniert unsere Verdauung eigentlich? Es ist banal. Alles, was wir essen, geht durch den Darm, bevor es ausgeschieden wird. Dabei beginnt der Verdauungsprozess bereits im Mund, wenn die Nahrung gekaut und mit Speichel vermengt wird. Über die Speiseröhre gelangt die Nahrung dann in den Magen, wo Muskelkontraktionen und die Magensäure diesen zersetzen, bevor sie in den Dünndarm gelangt. Der Dünndarm wird in drei Teile unterschieden: der Zwölffingerdarm (Duodenum), der Leerdarm (Jejunum) und der Krummdarm (Ileum).

Während die meisten Nährstoffe bereits im Zwölffingerdarm, der wie ein „C“ geformt ist, aus dem Nahrungsbrei aufgenommen werden, ist das bei Zucker erst im Leerdarm, dem längsten Teil des Dünndarms, der Fall. Das für die Verstoffwechselung von Milchzucker notwendige Enzym Laktase oder das Transportprotein GLUT 5 für Fruchtzucker, sind in diesem Teil des Darms tätig. Kommen sie nicht mehr in ausreichender Menge vor, gelangt der jeweilige Zucker über den Krummdarm und die Krummdarmpapille (Bauhin-Klappe) in den Dickdarm, wo Bakterien den Zucker zersetzen und infolge dessen die typischen Symptome einer Nahrungsmittelunverträglichkeit entstehen. Im Dickdarm werden die Verdauungsreste für die Ausscheidung vorbereitet. Hierfür werden dem Brei Wasser und Salze entzogen. Die Ausscheidung erfolgt dann über den Mastdamm (Rektum), den letzten Teil des Dickdarms, und über den Analkanal.

Insgesamt ist der Darm eines Erwachsenen acht Meter lang, wovon der Dünndarm eine Länge von fünf bis sechs Metern ausmacht. Der Darm ist damit das größte Organ des Menschen. Neben der Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung, übernimmt der Darm auch wichtige Funktionen der Körperabwehr. Aufgrund seiner vielen, feinen Zotten (blattförmige Erhebungen) hat der Darm ausgebreitet eine Oberfläche von etwa 400 bis 500 Quadratmeter. Er  bietet damit auch eine große Angriffsfläche Krankheitserreger und Giftstoffe, die über die Nahrung in den Körper gelangen. Um den Körper vor deren Eindringen zu schützen, befinden sich unzählige Darmbakterien und Pilze im Dauereinsatz. Sie bilden unsere Darmflora; eine überaus leistungsstarke Schutzbarriere.

Folgende Symptome sollten ärztlich abgeklärt werden:
•   Blut im Stuhl,
•   andauernder Durchfall,
•   anhaltender, starker Gewichtsverlust über Wochen,
•   Schmerzen.

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